Spielbetrieb

Fair-Play-Gebote

Fairness, Sportlichkeit und Respekt im
Trainings- und Wettkampfbetrieb des Tennis-Verband Berlin-Brandenburg.

Grundgedanke

Die nachfolgenden Regelungen gelten im Geiste der Fairness, der gegenseitigen Rücksichtnahme und des respektvollen Miteinanders im Trainingsbetrieb sowie bei Wettkämpfen des TVBB. Sie sollen verhindern, dass anderen im sportlichen Umfeld in unsportlicher Weise Schaden zugefügt wird.

Auch in Sachverhalten, die nicht ausdrücklich in der Wettspielordnung von TVBB oder DTB sowie in den ITF-Tennisregeln geregelt sind, entscheiden der Oberschiedsrichter und die Mannschaftsführer nach gesundem Menschenverstand und im Sinne des sportlichen Fair Play. Bei grob unsportlichem Verhalten können auf Grundlage der TVBB-Wettspielordnung durch den Sportausschuss auch außerhalb ausdrücklich geregelter Tatbestände Strafen und Ordnungsgelder verhängt werden. Diese Entscheidungen bedürfen der Bestätigung durch das Präsidium.

Für Veranstaltungen, die von einem Oberschiedsrichter mit mindestens gültiger B-Lizenz betreut werden, gilt vorrangig der vom DTB veröffentlichte Verhaltenskodex. Für alle übrigen vom TVBB angesetzten Spiele und Veranstaltungen gelten die nachfolgenden Fair-Play-Regelungen.

Die Fair-Play-Gebote stellen die Werte Fairness, Sportlichkeit und Respekt in den Mittelpunkt. Sie richten sich an alle Beteiligten – Offizielle, Trainer, Spieler, Eltern, Zuschauer sowie alle weiteren Personen, die am Wettkampftennis und Trainingsbetrieb im TVBB mitwirken.

1. Das Fair-Play-Gremium

Für die Umsetzung der Verhaltensregeln hat der TVBB ein Fair-Play-Gremium benannt. Dieses kann bei Verstößen gegen die Fair-Play-Gebote im Rahmen von Turnieren, Verbandsspielen und des Trainingsbetriebs im TVBB-Gebiet Sanktionen gegen die Verursacher beschließen.

Gegen diese Sanktionen kann über den Sportausschuss beziehungsweise das TVBB-Präsidium Einspruch erhoben werden.

Die Vereine als Mitglieder des TVBB stellen sicher, dass die Fair-Play-Gebote im Verein und bei sportlichen TVBB-Veranstaltungen bekannt gemacht und beachtet werden. Der TVBB geht davon aus, dass sich Vereinsmitglieder und Besucher von TVBB-Veranstaltungen dem Fair-Play-Gedanken verpflichtet fühlen.

Benannt für das Fair-Play-Gremium

  • Anja Kühne
  • Martin Melchior

2. Die Fair-Play-Gebote im TVBB

  1. Ich kenne die ITF-Tennisregeln und halte mich daran.
  2. Ich verhalte mich nach dem im Tennis gültigen Verhaltenskodex.
  3. Ich kenne die Regeln des „Spielens ohne Schiedsrichter“ und wende diese an.
  4. Ich begegne meinem Gegner sowie Offiziellen, Trainern und Zuschauern mit größtmöglichem Respekt. Ich behandle andere so, wie ich selbst behandelt werden möchte – auf dem Platz, vor dem Spiel und nach dem Spiel. Dies gilt ebenso für Äußerungen in sozialen Medien.
  5. Ich feuere mich nicht unverhältnismäßig an und provoziere meinen Gegner nicht – etwa durch triumphierende Gesten oder lautes Anfeuern nach leichten Fehlern des Gegners.
  6. Landet ein Ball neben der Linie im Aus, rufe ich unmittelbar nach dem Absprung so laut „Aus!“, dass mein Gegner es hören kann. Ich entscheide immer ehrlich und im Zweifel zugunsten meines Gegners. Bei Streitfragen denke ich daran: Auch der Gegner könnte Recht haben.
  7. Als Aufschläger sage ich vor jedem ersten Aufschlag den Punktestand deutlich hörbar an. Beim Seitenwechsel stellen wir – falls vorhanden – den Spielstand am Scoreboard ein.
  8. Eltern, Coaches, Betreuer und Zuschauer sprechen während des Matches nicht mit den Kindern – weder coachend noch in anderer Form. Die Kinder spielen allein. Spielstands- oder Balldiskussionen klären die Spieler untereinander oder mit den Offiziellen.
  9. Unverhältnismäßiges Anfeuern – etwa bei leichten Fehlern des Gegners – unterlassen wir. Wir sind uns unserer Vorbildfunktion gegenüber den Kindern bewusst.
  10. Bei Mannschaftsspielen der Altersklassen U12 und jünger kann bei Bedarf im Vorfeld den jeweiligen Betreuern die Funktion des Zählens auf dem Platz übertragen werden (je Platz ein Betreuer).

3. Sanktionen

Das Fair-Play-Gremium ist berechtigt, bei Verstößen gegen die Fair-Play-Gebote Sanktionen auszusprechen. Die folgenden Kataloge dienen als erste Anhaltspunkte und können bei Bedarf ergänzt werden.

Sanktionskatalog Spieler

  • On-Court (ad hoc): Verwarnung / Platzverweis / Turnierausschluss
  • Post hoc – Stufe 1: Anhörung (E-Mail oder persönlich)
  • Post hoc – Stufe 2: Verwarnung / Bewährungsliste (Grey List)
  • Post hoc – Stufe 3: Wettkampfsperren

Sanktionskatalog Zuschauer & Betreuer

unter Beachtung des Vereins-Hausrechts

  • On-Court (ad hoc): Verwarnung / Platzverweis / Turnierausschluss
  • Post hoc – Stufe 1: Anhörung (E-Mail oder persönlich)
  • Post hoc – Stufe 2: Verwarnung / Bewährungsliste (Grey List)
  • Post hoc – Stufe 3: Wettkampfzutrittssperre

Sanktionskatalog für Turniere

  • Ordnungsgeldkatalog, Wegfall der Unterstützung
  • Abstufung der Turnierkategorie
  • Turniersperre